Rückenschmerzen

Rückenschmerzen(R.) sind häufig: 75% der Mitteleuropäer leiden mindestens einmal im Leben daran. R. sind mit 5-10 % die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Die Ursache der akuten R. sind fast immer Muskelverspannungen, denen eine Entzündungsreaktion im betroffenen Gebiet folgt. Ausgelöst werden sie durch regelmäßige Fehlhaltung oder einseitige Belastungen der betroffenen Körperteile. Andere typische Begleitumstände sind Bewegungsmangel, Übergewicht und sitzende Tätigkeit. Auch ein gebeugter Rücken beim Tragen schwerer Gegenstände oder beruflich bedingte körperliche Schwerarbeit belasten den Rücken. Stress, familiäre oder berufliche Probleme und seelische Belastungen können zu einer permanenten inneren Anspannung führen, die reflektorisch zu einer Verspannung der Muskulatur mit daraus resultierenden R. führen. Die einzelnen Wirbelsäulenabschnitte werden unterschiedlich stark belastet, am stärksten die Lendenwirbelsäule. Der akute Kreuzschmerz ist der bekannteste R. und betrifft die Lendenwirbelsäule oberhalb des Kreuzbeins und die Kreuz- Darmbeinfugen. Manchmal strahlt der Schmerz bis in das Bein aus. Er kann sich plötzlich "von der Hexe geschossen“ oder allmählich entwickeln. Häufig verstärkt er sich bei bestimmten Bewegungen oder Fehlhaltungen. Oft ist er so stark, dass der Patient eine schlimme Erkrankung als Ursache vermutet, was jedoch nur sehr selten der Fall ist. Der vom Patienten meist vermutete Bandscheibenvorfall ist zwar häufig ( 50% der im MRI untersuchten Menschen haben einen oder mehrere), aber trotzdem in den seltensten Fällen (unter 0,5%) die Ursache für den akuten R.. Entzündungshemmende Medikamente helfen, den Teufelskreis der Schmerzentstehung zu durchbrechen. Sobald die Schmerzintensität es zulässt, sollte man sich im Verlauf der Therapie vielseitig bewegen, um wiederkehrenden Schmerzattacken vorzubeugen. Es ist sinnvoll, gelernten Bewegungsübungen, die Bewegung im Alltag oder die angefangene Sportart weiterzuführen, auch wenn man wieder schmerzfrei ist. Denn ein gut trainierter Rücken mit starken Muskeln ist im Ernstfall viel weniger anfällig für Verspannungen. Deutlich seltener aber schwerwiegender ist die Einklemmung von Nervenwurzeln mit den Merkmalen einer dauerhaften Gefühlsstörung oder Lähmung im dazugehörigen Nervengebiet. Das MRI zeigt den Schaden und hilft, die richtige Behandlungsmethode auszuwählen. Wenn erforderlich, kann Kortison direkt "in den Rücken" an die Nervenwurzel gespritzt werden um die Entzündung zu bekämpfen. Die Operation der vorgewölbten Bandscheibe ist relativ selten indiziert. Sie wird im Zweifelsfall die durch Verspannungen und Entzündungen entstehenden Schmerzen nicht beseitigen können.

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